Baugebiet Westring: Tradition und Fortschritt verbinden

Seligenstadt. Nach der Corona-bedingten Parlamentspause stand nun dieser Tage der Rahmenplan „Südwestlich des Westrings“ zur Entscheidung auf der Agenda.

Zum Hintergrund: Nachdem die ersten Planentwürfe im Juli vergangenen Jahres fertiggestellt wurden, folgte auf deren Vorstellung im Magistrat und dem Bauausschuss noch eine Bürgerbeteiligung. Aus den hieraus überarbeiteten Vorentwürfen hat sich die Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2019 für eine Vorzugsvariante entschieden, die die vorhandenen Bauflächen angemessen nutzt. Zentral für den Rahmenplanungsprozess war es, diesen möglichst frei von Tabus, Vorfestlegungen und Partikularinteressen zu gestalten. Der Rahmenplan soll dabei auch ausdrücklich dazu dienen, Konflikte und Betroffenheiten visuell deutlich zu machen und damit die Beteiligungsintensität im nachfolgenden Bebauungsplan zu stärken.

„In Bezug auf dieses für ganz Seligenstadt zukunftsweisende Projekt ist es zu begrüßen, dass dem aktuellen Änderungsantrag der CDU Fraktion zu entnehmen ist, dass sie ihren anfänglichen Widerstand gegen das Wohngebiet endlich aufgegeben hat und jetzt ebenfalls für eine Umsetzung eintritt“, lobt Susanne Schäfer, Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten in Seligenstadt.

„Mit Blick auf den städtebaulichen Entwurf freue ich mich, dass es uns gelungen ist, die Planung für ein modern, urbanes Wohngebiet auf den Weg zu bringen und dabei auch alle Wohnformen zu berücksichtigen: Von der Wohnung im Mehrfamilienhaus bis hin zum Einfamilienhaus mit Garten kann jede mögliche Nachfrage wiedergefunden werden“, so Schäfer. „Besonders wichtig war es uns dabei auch, die Obstgärtengrundstücke mit dem alten Baumbestand zu erhalten und in die Planung zu integrieren. Hiervon profitieren sowohl die Nutzer der Obstgärten, als auch die Anwohner des neuen Wohngebiets“, so Schäfer weiter.

Als weiteres identitätsstiftendes Merkmal soll im Rahmenplan das Wegkreuz am Schachenweg in die Planung eingebunden und aufgewertet werden. Geplant ist es, das Wegkreuz in einen Quartierplatz einzubetten und diesen damit zu einem lebendigen Treffpunkt für Jung und Alt zu machen. „Hierbei muss jedoch auch berücksichtigt werden, dass der Schachenweg seit den 60er Jahren von den Landwirten als Zufahrt zu den ausgesiedelten Höfen genutzt wurde und heute zum Teil noch immer genutzt wird“, so Philipp Giel, baupolitischer Sprecher der Seligenstädter Freien Demokraten. „Daher gilt es auch hier, die Belange der Landwirte in die künftige Planung einfließen zu lassen. Am Ende muss eine Lösung gefunden werden, die unter Abwägung der Interessen der Landwirte an einer möglichst direkten Verbindung zum Schachenweg einerseits, sowie dem planerisch-gestalterischen Interesse an einem möglichst verkehrsfreien Quartierstreffpunkt als Aufenthaltsort andererseits, erfolgt“, so Giel weiter.

Tradition und Fortschritt sind keine Gegensätze, sondern lassen sich mit einer klugen Planung und dem guten Willen aller Beteiligten hervorragend verbinden, da sind sich die Seligenstädter Freien Demokraten sicher.

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