FDP-Fraktion Seligenstadt besucht Friedhof

Seligenstadt. Die FDP-Fraktion Seligenstadt hat sich in dieser Woche bei einem Ortstermin auf dem Seligenstädter Friedhof ein umfassendes Bild vom aktuellen Zustand und den künftigen Entwicklungsmöglichkeiten gemacht. Gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Daniell Bastian sprachen die Fraktionsmitglieder über die Pflegeabläufe durch die städtischen Gärtner, die Herausforderungen durch knappe Ressourcen sowie über Perspektiven für den alten und den neuen Friedhofsteil.

„Es war ein sehr informativer Austausch mit vielen wichtigen Eindrücken“, resümiert die Fraktionsvorsitzende Susanne Schäfer. „Die Arbeit der Gärtner verdient Anerkennung, insbesondere angesichts der anhaltend heißen Sommermonate. Dennoch sehen wir an einigen Stellen deutlichen Handlungsbedarf, um die Friedhofsanlagen würdig, gepflegt und für Besucher gut zugänglich zu erhalten.“

Ein zentrales Thema war die Pflege der Anlagen. Die FDP-Fraktion spricht sich dafür aus, zu prüfen, wie die Pflegequalität trotz der angespannten Haushaltslage verbessert werden kann – etwa durch optimierte Abläufe oder gezielte Unterstützung in den besonders pflegeintensiven Sommermonaten. Auch das Thema Wegeführung kam zur Sprache: Auf dem neuen Friedhofsteil müssen einzelne Wege besser begehbar gemacht werden, um insbesondere älteren Besucherinnen und Besuchern den Zugang zu den Grabstätten zu erleichtern.

Ein weiteres Anliegen der FDP-Fraktion ist der Umgang mit Leerflächen auf dem alten Friedhof. Diese sollen perspektivisch geschlossen und größere Leerflächen gestalterisch sinnvoll integriert werden, um das Gesamtbild der Anlage zu wahren und ein gepflegtes Erscheinungsbild zu sichern.

Dabei berücksichtigt die Fraktion auch die sich wandelnde Bestattungskultur. Der Trend zur Urnenbestattung, inzwischen die mit Abstand häufigste Form der Beisetzung in Deutschland, wirkt sich nicht nur auf die Grabarten, sondern auch auf die Flächennutzung von Friedhöfen aus. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach individuell gestaltbaren und ökologisch nachhaltigen Bestattungsformen, wie etwa Baum- oder Rasengräbern. Die FDP sieht hier die Chance, neue, zeitgemäße Angebote zu schaffen, die dem Bedürfnis nach persönlichem Gedenken ebenso gerecht werden wie den Anforderungen an Pflege und Platzbedarf. In diesem Zusammenhang sollen auch Gemeinschafts- und pflegeleichte Grabfelder stärker in den Blick genommen werden. Zudem könnten zum Beispiel über Rahmenverträge Lösungen mit privaten Grabpflegeangeboten ermöglicht werden.

Zudem will die Fraktion die Friedhofssatzung modernisieren und flexibilisieren. Konkret setzt sie sich dafür ein, dass Grabstätten künftig mehrfach verlängert werden können. Auch insgesamt soll die Satzung mehr individuelle Spielräume bieten, um den unterschiedlichen Wünschen von Bürgerinnen und Bürgern sowie Angehörigen besser gerecht zu werden, beispielsweise im Hinblick auf die Gestaltung der Grabstätten. Dabei soll auch dem Umstand Rechnung getragen werden, dass traditionelle religiöse Rituale zunehmend durch säkulare oder persönliche Formen des Abschieds ersetzt werden – ein Wandel, dem Friedhöfe durch flexible Nutzungs- und Gestaltungsangebote begegnen sollten.

„Unsere Friedhöfe sind Orte des Gedenkens, des Respekts und der persönlichen Erinnerung. Es ist unsere Aufgabe, sie nicht nur zu erhalten, sondern auch weiterzuentwickeln, im Sinne der Menschen, die hier trauern und erinnern“, betont Susanne Schäfer abschließend. Die FDP-Fraktion wird die Ergebnisse des Ortstermins nun in ihre weitere politische Arbeit einfließen lassen und konkrete Initiativen anstoßen.

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